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Reisebericht: Oman 2010/2011

Von Sur über Wadi Tiwi und Wadi Shab zurück nach Muscat

Der letzte Tag im Oman bricht an. Wir holen in Sur noch ein paar Leckereien in einer arabischen Bäckerei und fahren dann an der Küste die neue Autobahn hoch nach Muscat,
von wo in der Nacht unsere Rückflüge starten. Wir fahren zunächst in das Wadi Tiwi, wo immer noch an der neuen Straße gewerkelt wird.
Neue Straße ins Wadi Tiwi
Neue Straße ins Wadi Tiwi
Wadi Tiwi
Wadi Tiwi
Wadi Tiwi
Wadi Tiwi
Wadi Tiwi
Wadi Tiwi
Danach fahren wir weiter zum Wadi Shab und stellen am Eingang zum Wadi unser Auto unter der Autobahnbrücke ab. Wir wollen zu den Pools weiter hinten im Wadi kraxeln und klettern. Madame hat nicht wirklich das passende Schuhwerk an und schimpft. Für den Hinweg über grobe Steine, Schotter und Felsen brauchen wir etwa eine Stunde; zurück noch mal 45 Minuten für die etwa 3km.
Die Sonne brennt. Ich habe den Fotorucksack auf dem Rücken und dazu noch Sohnemann auf den Schultern. Inklusive meines Körpergewichts schleppe ich 100 kg umher und breche am Ende fast zusammen. Aber es lohnt sich. Baden in den warmen Felsenpools ist einfach traumhaft und Sohnemann hat hier richtig viel Spaß.
Eingang zum Wadi Shab
Eingang zum Wadi Shab
Iiih-Aaaahhhh, Der Omani treibt seinen aus Leibeskräften brüllenden Esel durch das Wadi
Iiih-Aaaahhhh, Der Omani treibt seinen aus Leibeskräften brüllenden Esel durch das Wadi
Pool im Wadi Shab
Pool im Wadi Shab
Pool im Wadi Shab
Pool im Wadi Shab
Pool im Wadi Shab
Pool im Wadi Shab
Pool im Wadi Shab
Pool im Wadi Shab
Pool im Wadi Shab
Pool im Wadi Shab
Pool im Wadi Shab
Pool im Wadi Shab
Pool im Wadi Shab
Pool im Wadi Shab
Pool im Wadi Shab
Pool im Wadi Shab
Auf dem Rückweg nach Muscat halte ich noch kurz am Sink Hole, was ich aber nicht so spektakulär fand. Bei der nicht betriebenen Mautstation auf Höhe von Al Hajir kommen wir in eine Polizei- und Armeekontrolle. Einige Autos werden durchsucht. Drumherum stehen 3 getarnte Armeefahrzeuge mit Maschinengewehr. Ich bin etwas nervös, weil ich den Mietvertrag für das Auto seit Tagen nicht gesehen habe und somit null Papiere für das Auto habe.
Aber die Leute sind freundlich und wollen nur Pässe und Führerschein sehen. Den lappigen internationalen Führerschein bekomme ich gleich zurück. Macht offenbar gar keinen Eindruck. Man macht sich noch einen Spaß daraus, holprig unsere Namen auszusprechen und dann dürfen wir weiter fahren. Autopapiere will niemand sehen.
Aus dem Auto durch die Frontscheibe fotografiert: zurück nach Muscat
Aus dem Auto durch die Frontscheibe fotografiert: zurück nach Muscat
Straße durch eine skurile Bergwelt
Straße durch eine skurile Bergwelt (2 Kommentare)
Sonnenaufgang über Sur (Bild vom Vortag, aber schöner Abschluss..)
Sonnenaufgang über Sur (Bild vom Vortag, aber schöner Abschluss..) (3 Kommentare)
In Muscat besuchen wir noch mal das City Center in Seeb, essen etwas, packen unsere Taschen um und fahren zum Flughafen wo um 03.00 Uhr der Rückflug startet. Die Rückgabe des Fahrzeugs verläuft problemlos.
Der Rückflug bis auf die bei Turkish Airlines obligatorischen Verspätungen und den lahmen bis kuriosen Service auch.

Fazit

Der Oman ist ein wunderbares Reiseziel. Das Land ist sehr schön. Andere Länder sind auch schön. Aber der Oman ist in Sachen Tourismus in vielen Regionen noch eher jungfräulich. Das macht das Land authentisch und attraktiv. Die Menschen sind freundlich und aufgeschlossen und noch nicht "touristisch versaut". Dazu ist der Oman einfach zu bereisen, weil die Infrastruktur gut ist und man mit Englisch fast überall weiter kommt. Gerade auch für Familien mit Kindern ist der Oman ein schönes Reiseziel.

Ich war vorher skeptisch, ob der Oman mir am Ende gefallen wird. Landschaftlich gibt es viele Ähnlichkeiten zu Marokko, aber Reisen durch Marokko sind preiswerter und das Land hat zudem kulturhistorisch mehr zu bieten. Am Ende war ich aber begeistert vom Oman. Die Highlights der Reise waren für mich (in der Reihenfolge): Der Ziegenmarkt von Bahla, die weißen Dünen und der Strand südlich von Khaluf, die Durchquerung der Wahiba-Wüste und das Wadi Shab.
Track (GPX gezippt, 19.379 Punkte, 0,44 MB)

Zum Abschluss noch ein paar Zitate zum Thema Reisen, die meine Einstellung dazu besser beschreiben, als ich das je ausdrücken könnte.

Twenty years from now you will be more disappointed by the things that you didn't do than by the ones you did do. So throw off the bowlines. Sail away from the safe harbor. Catch the trade winds in your sails. Explore. Dream. Discover.
(Mark Twain, lässt sich nicht wirklich gut übersetzen)

Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben.
(Alexander von Humboldt)

Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele: Freude, Schönheit der Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur. Darum, Mensch, sei zeitig weise! Höchste Zeit ist´s: Reise, reise!
(Wilhelm Busch)

Wir lernen die Menschen nicht kennen, wenn sie zu uns kommen. Wir müssen zu ihnen gehen, um zu erfahren, wie es mit ihnen steht.
(Johann Wolfgang von Goethe)

Reisen veredelt den Geist und räumt mit allen unseren Vorurteilen auf.
(Oscar Wilde)

Wenn schon sterben, dann ziehe ich die Straße vor, irgendwo in der Steppe, mit dem schönsten Himmel über meinem Kopf und der letzten Befriedigung zumindest gewagt zu haben, was ich mir wünschte, statt in einem Zimmer von dem Bedauern getötet zu werden, nicht genug Mut gehabt zu haben!
(Alexandra David-Neel)
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