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Reisebericht: Oman 2010/2011

Über Khaluf nach Bar Al Hikman

Wir verlassen den Traumstrand und fahren offroad Richtung Norden, wo ich über das Fischerdorf Khaluf zurück zur Asphaltstraße fahren will. Der Weg ist gut zu finden. In Khaluf ziehen die Fischer Ihre Boote mit alten Allradfahrzeugen aus dem Wasser und schieben sie mit diesen Fahrzeugen auch wieder ins Wasser. Das Salzwasser und die salzhaltige Luft fressen im Zeitraffer die Bleche der Autos weg.
So findet man dort sehr skurile Fahrzeuge. Alles wird natürlich solange genutzt, bis man wirklich gar nicht mehr damit fahren kann. Ich unterhalte mich noch mit einem Gastarbeiter aus Bangladesh. Er erzählt, dass sie aktuell nur sehr wenig Fisch fangen.
zigtausende Möwen am Strand
zigtausende Möwen am Strand
Dhaus bei Khaluf
Dhaus bei Khaluf
Boot aus dem Wasser ziehen
Boot aus dem Wasser ziehen
Cardesign by Arabian Sea
Cardesign by Arabian Sea
In 2 Tagen wollen und müssen wir in Sur sein und ich möchte Sohnemann die lange Strecke bis Sur nicht an einem Tag zumuten. Deshalb möchten wir uns heute schon mal etwa 120 km Richtung Sur verschieben und an einem anderen schönen Strand campen. Eine Straße zum Strand gibt es wieder nicht und einen Track habe ich auch nicht. Ich hatte mir wieder nur einen Punkt auf dem Navi gespeichert, ab dem es von der Straße abgeht. Schon auf der Hinfahrt zum Strand südlich von Khaluf hatte ich gesehen, dass da keine Piste oder Spur abgeht. Ich nehme deshalb einen andere Piste weiter westlich. Die Piste ist übel und wir landen nach etwa 30 km nur an einem völlig verdreckten Küstenabschnitt mit einer Art Watt und einer Industrieanlage und Baracken.
Mist, der entspannte Tag ist damit im Eimer und Sohnemann muss wieder recht viel im Auto sitzen, was er jedoch gut gelaunt wegsteckt. Er löscht imaginäre Feuer im Auto und erzählt uns, dass das Nashorn die Katze gepiekt hat und der Esel immer in die Brotdose kackt. Also wieder zurück zur Asphaltstraße und noch eine andere Piste ausprobiert. Die zieht sich über 40 km hin und wir landen letztlich an einem schönen Strand und bauen unser Zelt an einer erhöhtem Stelle auf einer Art Sandpodest auf. Leider sieht der Strand etwas vermüllt aus, da hier viel Treibgut angespült wird und natürlich niemand diesen abgelegenen Strand reinigt.
Andere Länder. Andere Verkehrsschilder.
Andere Länder. Andere Verkehrsschilder.
Als wir schlafen wollen, stelle ich fest, das das Wasser erheblich gestiegen ist. Unser Campingplatz, der einige Meter über dem Meer liegt, erscheint uns nicht mehr so sicher. Da die Sonne mittlerweile schon untergegangen ist, wollen wir aber ungern noch umziehen. Wir beschließen erst einmal hier zu bleiben und die Entwicklung des Wasserstandes zu beobachten. Im Notfall müssen wir dann in der Nacht mit dem Zelt umziehen. Mit dem Fuss mache ich Markierungen im Strandsand, damit ich später sehen kann, wie weit das Wasser seit der letzten Kontrolle gestiegen ist. Ich versuche noch eine Internetverbindung per Satellitentelefon zu bekommen. Dann will ich gucken,
wann die Flut Ihren Scheitelpunkt hat und ob ggf. ein Sturm droht. Leider kommt die Internetverbindung gerade nicht zustande. Später prüfe ich noch einmal den Wasserstand. Das Wasser ist weiter deutlich gestiegen. Vermutlich kommt es nicht bis zu unserem Zelt und zum Auto, aber mit der Ungewissheit kann man auch nicht Einschlafen. Also ziehen wir in stockdunkler Nacht mit dem Zelt zu einem höher gelegenem Platz um und ich fahre auch das Auto dahin. Am nächsten Morgen wird klar, dass wir nicht hätten umziehen müssen. Aber nachher ist man eben immer schlauer und wir hätten sonst – bis auf Sohnemann – wohl kein Auge zubekommen.
Strand bei Bar Al Hikman zu Sonnenaufgang
Strand bei Bar Al Hikman zu Sonnenaufgang
Strand bei Bar Al Hikman zu Sonnenaufgang
Strand bei Bar Al Hikman zu Sonnenaufgang
Strand bei Bar Al Hikman zu Sonnenaufgang
Strand bei Bar Al Hikman zu Sonnenaufgang
Strand bei Bar Al Hikman zu Sonnenaufgang
Strand bei Bar Al Hikman zu Sonnenaufgang
Strand bei Bar Al Hikman zu Sonnenaufgang
Strand bei Bar Al Hikman zu Sonnenaufgang
Navi-inkompatible Tracks
Navi-inkompatible Tracks

Telefon, Internet und Satellitentelefon im Oman?

Im Gegensatz zu einigen anderslautenden Informationen ist es kein Problem, als Tourist im Oman eine Prepaid-SIM von einem der beiden lokalen Mobilfunk-Anbieter zu kaufen (Nawras, Omantel). Kopie des Passes genügt. Eine Mousbak-Prepaid von Nawras kostet 2 OMR. Eine 2-Tages-Flatrate für das Internet (sehr einfach per GSM-Code-Dialog unter *141# zu buchen) kostet aktuell nur 2 OMR. In größeren Städten hat man 3G/UMTS zur Verfügung. Damit kann man dann auch problemlos Skype nutzen.

Satellitentelefonen haftet immer noch der Ruf an, sehr teuer zu sein und früher musste man dafür einen halben Koffer mitschleppen. Mittlerweile sind die Satellitentelefone aber fast auf Mobiltelefongröße geschrumpft – insbesondere für Thuraya – und sowohl die Mietkosten als auch die Kosten für Telefonate sind überschaubar. Telefonieren ist in der Regel günstiger als Roaming mit dem Mobiltelefon. Ich hatte ein Mobiltelefon bei M-Cramer Satellitenservices gemietet. Bei anderen Anbietern werden für Datenkabel, Extra-Akku, Kfz-Adapter Extra-Gebühren fällig. Das ist bei M-Cramer alles inklusive. Insgesamt flexibel, günstig und ein sehr guter Service. Meines Erachtens empfehlenswert (Nein, ich bekomme keine Provision). www.m-cramer.de
Track (GPX gezippt, 12.178 Punkte, 0,26 MB)
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